Hassliebe zwischen Capoeira und Jiu-Jitsu

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Jahrzehntelang waren die brasilianischen Kampfkünste Capoeira und Jiu-Jitsu die bittersten Rivalen. 

Zu Beginn von Vale Tudo (Vorläufer der MMA) gab es viele anstrengende Kämpfe zwischen den Vertretern dieser beiden Stile. Manchmal kämpften sie in den Stadien mit Tausenden von Zuschauern und manchmal sogar im nationalen Fernsehen.

Zwischen den 1920er und 1950er Jahren versuchten Capoeira-Kämpfer ihr Glück im Jiu-Jitsu, doch fast immer erfolglos.

Die Grappling-Kunst ist nicht nur High Kicks, deswegen konnten berühmte Capoeira-Kämpfer keine guten Leistungen in einem geschlossenen Raum wie Boxring zeigen.

Jiu-Jitsu etablierte sich fest als No. 1 Martial Art in Brasilien. Gestützt auf die Popularität von MMA gewann Jiu-Jitsu an Beliebtheit in aller Welt.

Jiu-Jitsu und Capoeira heutzutage

In den letzten Jahren hat sich viel verändert. Vorbei sind die Zeiten der anstrengenden Kämpfe und Rivalität, denn viele Jiu-Jitsu-Athleten trainieren auch Capoeira.

Es ist nicht ungewöhnlich, dass Kinder in Brasilien zuerst Capoeira „spielen“, bevor sie mit Jiu-Jitsu anfangen. Einige interessieren sich für diese akrobatische Kunst, sogar nachdem sie Jiu-Jitsu schon in Vollzeit betreiben.

Einer der berühmtesten Vertreter der Capoeira im Jiu-Jitsu ist Rubens Charles, besser bekannt als „Cobrinha“ („Little Snake“). Dieser Spitzname bekam er, als er noch Capoeira trainierte. Überraschend ist es dabei, dass er mit dem Jiu-Jitsu-Training anfing, nur nachdem er erwachsen wurde.

Perfekte Körperbeherrschung und dynamische Bewegungen, die bei der Capoeira erforderlich sind, brachten ihm auch beim Jiu-Jitsu großen Nutzen. Er gewann schon fünf Weltmeistertitel und hat große Chancen auch den „Super Grand Slam“ 2017 zu gewinnen („Euros“, „Pans“, „Brazilian Nationals“, „Worlds“ und „ADCC“).

Last modified: September 5, 2017

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